Stiftung Siebenbürgische Bibliothek, Schloss Horneck, 74831 Gundelsheim am Neckar, info@stiftung-siebenbuergische-bibliothek.de 06269 / 42150

Bericht der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek über Geschäftsjahr 2017

Die Jahresrechnung der Stiftung für 2017 offenbart zwei ganz unterschiedliche Aspekte. Einerseits ist der Buchwert des Stiftungskapitals um rund 72.000,- Euro gewachsen, andererseits musste die Förderung des Siebenbürgen-Instituts mit Bibliothek und Archiv drastisch gekürzt werden. 

Das Wachstum setzt sich aus direkten Zuwendungen von rund 65.000,- Euro, rund 4.000,- Euro aus Erträgen der zinslosen Darlehen und rund 3.000,- Euro steuerfreier Dividenden zusammen. Rund die Hälfte der direkten Zuwendungen stammt von neun Personen/Institutionen. Die andere Hälfte stammt von rund 250 Personen, von denen einige mehrere Male spendeten. 

Allen Darlehensgebern und Spendern dankt der Vorstand von ganzem Herzen für ihre Hilfe bei der Bewahrung der Zeugnisse unserer Kultur.

Um einer Abwärtsspirale bei den Erträgen und damit einer Entlassung von Personal zu entgehen (siehe dazu auch den Beitrag aus Folge 19, Seite 6 vom 5.12.2017), wurden 30 {e25132bb96d3f6cc77bda74f587796e8651223f2a37093e9fde1e13a4eed3355} der Nettoerträge reinvestiert. Das allein wird jedoch nicht ausreichen, wenn demnächst die Zinsen nicht deutlich steigen. Anzeichen dafür gibt es leider keine.

Eine Reduzierung des Personals im Institut und in der Bibliothek wäre gleichbedeutend mit einer kompletten Schließung dieser für unser Selbstverständnis so wichtigen Einrichtung. Der ständige Zustrom von Büchern, Publikationen und Archivbeständen und die damit verbundenen Arbeiten, wie Durchsicht, Auslese, Katalogisierung, Digitalisierung, Datensicherung, Ausleihe, Heimversand, Korrespondenz, Buchhaltung, Projektdefinition und -überwachung, Beantragung von Mitteln, Instandhaltung der Gerätschaften, Verwaltung, etc., werden nicht weniger, sondern mehr. Da helfen irgendwann auch Routine und freiwillige Mehrarbeit nicht mehr für eine verantwortungsvolle Arbeit. Hinzu kommt jetzt noch die Arbeit mit der Übersiedlung großer Bestände und der Arbeitsplätze in andere Räume des Schlosses.

Der Stiftungsvorstand appelliert deswegen an alle am Bestand der siebenbürgischen Identität interessierten Personen und bittet um ihre Hilfe. Drei Möglichkeiten sind aus unserer Sicht die aussichtsreichsten:

• Ausweitung des Personenkreises der Spender, weil auch viele kleine Spenden eine große Hilfe darstellen und alle Beteiligten das gute Gefühl spüren können, an einer wichtigen Aktion teilgenommen zu haben.

• Zur Verfügung stellen von mehr zinslosen Darlehen, deren Erträge dem Stiftungsvermögen zufließen, den Darlehensgeber jedoch nicht direkt belasten. Die Namen der Darlehensgeber werden nicht bekannt gegeben. Das Darlehen kann jederzeit mit einer vereinbarten angemessenen Frist gekündigt werden. Die Sicherheit ist gewährleistet, weil das Vermögen der Stiftung nicht verbraucht werden darf.

• Schenkungen, Vermächtnisse oder Erbschaften. Diese führen die Stiftung am schnellsten zum angestrebten Ziel, den Bestand und die Funktion von Institut und Bibliothek auf Dauer absichern zu können. Schenkungen können über zehn Jahre von der Steuer abgesetzt werden. Auf Wunsch können diese Möglichkeiten anonym bleiben. Es können jedoch auch namensgebundene unselbstständige Unterstiftungen eingerichtet werden, die dem Namen des Erblassers/Schenkenden auf Dauer ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Stiftung ist dabei, auch andere Quellen zu erschließen. So kann z. B. jeder der bei Amazon über die Internetplattform „AmazonSmile“ etwas bestellt und vorher „Stiftung Siebenbürgische Bibliothek“ anklickt, ohne dabei Preisnachteile zu haben, der Stiftung helfen, weil Amazon einen kleinen Prozentsatz der Einkaufsumme an die Stiftung überweist. Ähnliche Möglichkeiten werden untersucht.

Noch einmal einen schönen Dank allen unseren treuen und neuen Unterstützern. Fragen zu den angesprochenen Themen beantworten wir Ihnen gerne mündlich oder schriftlich:

Hatto Scheiner, Tel. 06071/36114, Mail hatto.scheiner@t-online.de

Wilhelm-Georg Hietsch, Tel. o2262/727791, Mail anwalthietsch@web.de

Nils H. Măzgăreanu, Tel. 09134/909484, Mail nmazgareanu@web.de

Hatto Scheiner, 10. 11. 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert